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Portrait der Abwesenheit

27. April 2013 19:00 Uhr

Portrait der Abwesenheit

Klavier: Marc Tritschler
Film: Aron Kitzig
Text: Joshua Wicke
Ton: Romualdas Urba

Wie bebildert man etwas, das nicht mehr da ist?
Jeder Versuch, die Leerstelle, die der Tod hinterlässt, zu bebildern,
überdeckt diese. Die verhinderten Ereignisse, die nie erzählten Geschichten,
die verlorenen Gedanken, Träume und Wünsche sind nicht darstellbar.

Die Menschheitsverbrechen der zur Barbarei gewendeten Moderne offenbaren
diesen Umstand in all seiner Brisanz: Die Lücke, die Verbrechen solcher Art
hinterlassen haben, kann nur umspielt werden. Damit bekommt Erinnerung
eine spekulative Facette: Während die historischen Ereignisse (sprachlich)
feststellbar sind, kann über die Geschichten, die durch eben jene nie
geschehen sind, nur gemutmaßt werden. Die Annäherung daran muss nicht
sprachlich sein – gerade traumatische (kollektive) Erinnerungen schreiben
sich wohl eher auf einer präreflexiven, prä-sprachlichen Ebene ein:
„Unsere Arme und Beine sind voll von schlummernden Erinnerungen“
(Marcel Proust).”

MEISTERSINGER & CO.

Die lange Betrachtung des Richard Wagner

Die Meistersinger von Nürnberg Komische Oper Berlin 2010
[Richard Wagner; Regie: Andreas Homoki, Bühne: Frank Philipp Schlößmann]

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200 Jahre Richard Wagner!
Seit vielen Jahren begleitet Karen Stuke die Werke Wagners aus einem besonderen Blickwinkel, sehr lang und intensiv.
Schon während ihres Studiums war Karen Stuke von der Vorstellung beseelt, ihre beiden großen Leidenschaften miteinander verbinden zu können: Die Fotografie und die Oper. Dabei bewegte sie vor allem eine Frage. “Wie kann ich einen ganzen Opernabend auf einem Foto unterbringen?”
In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung beschäftigte sie sich auch mit der Camera obscura. Dieses scheinbar historische Gerät erlaubt Belichtungen von beliebiger Dauer.
So entstanden verschiendenste Serien wie Sleeping Sister oder City Lights und sowie auch die Opern in Langzeitbelichtung. Inzwischen kann die Fotografin auf ein umfangreiches Oeuvre blicken.
Aus dem Gesamtwerk werden jetzt die Camera-obscura-Bilder von Wagner-Opern zusammengestellt.
„Fotografien mit der Camera obscura sind in ihrer ganzen Flüchtigkeit komplex, bieten lucide Zwischenräume, ohne deshalb vom Geheimnisvollen und der Größe des Motivs zu verlieren – was gerade bei den Werken Wagners ganz besonders an Intensität gewinnt“, erläutert Stuke den besonderen Reiz und die Originalität der Ausstellung.

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Der fliegende Holländer Theater der Stadt Meiningen 2007
[Richard Wagner; Regie, Bühne und Kostüme: Gottfried Pilz]

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Tannhäuser Deutsche Oper Berlin 2008
[Richard Wagner; Regie: Kirsten Harms, Bühne: Bernd Damovsky ]

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Lohengrin Staatsoper Unter den Linden 2009
[Richard Wagner; Regie: Stefan Herheim, Bühne: Heike Scheele ]

 

TOD IN BAYREUTH

17. Februar 2013 | 15:00 Uhr

Tod in Bayreuth
Eintritt frei, Spenden erbeten

Programm:

Es ist bisher wenig bekannt dass die letzen Tage im Leben von Franz Liszt,
der in Bayreuth während die 1886 Bayreuther Festspiele starb, von seiner
zweiundzwanzigjährigen Schülerin, Lina Schmalhausen, minutiös dokumentiert
worden sind.

Die Schauspielerin Kerstin Schweers liest aus Lina Schmalhausens Tagebuch,
der Pianist Scott Curry spielt Musik von Franz Liszt und Richard Wagner.
Er zeichnen damit das – vor allem dank seiner Tochter Cosima – alles andere
als würdevolle Sterben einer der grössten Künstlerpersönlichkeiten des
19. Jahrhunderts nach.

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SCOTT CURRY
Er studierte Klavier und Geige am Queensland Conservatorium (Brisbane, Australien) und an der Universität der Künste Berlin. Seitdem Dozent (UdK, Lotte-Lehmann-Akademie, Sydney Conservatorium); Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker (u.a. Berliner Festwochen, Deutsche Staatsoper, auf dem Bayreuther Liszt-Flügel); Korrepetitor und Studienleiter bei zahlreichen Opernfestivals, und Dirigent (u.a. Staatsoper Stuttgart, Komische Oper Berlin, Musikakademie Rheinsberg, Berliner Kammeroper, Neue Opernbühne Berlin, Hans-Otto-Theater Potsdam, Brandenburger Theater, Herrenhausen Festspiele). Seine Aufnahme von Bernhard Königs Oper Expedition zur Erde ist bei der Deutschen Grammophon erschienen.

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KERSTIN SCHWEERS
Sie absolvierte nach dem Abitur ihr Schauspielstudium an der Musikhochschule Saarbrücken. Es folgten Engagements in Bayreuth, Amsterdam, Dortmund, Zürich, Darmstadt. Von 1996-2005 war sie festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Seit 2006 lebt sie freiberuflich in Berlin und arbeitete, u.a. als Gast am Staatstheater Braunschweig, der Staatsoper Berlin , dem Radialsystem V in Berlin und am Theaterdiscounter Berlin. Zu ihren wichtigsten Rollen zählen: EBOLI in Schillers „Don Carlos“, PRINZESSIN in Goethes „ Torquato Tasso“, LOTTE in Botho Strauss’ „Gross und Klein“, ERNA in Ö.v.Horwaths „Kasimir und Karoline“, Ellida in Ibsens „Frau vom Meer“, VERA in L.v.Triers „Dogville“, sowie die musikalischen Produktionen „Sekretärinnen“ von F.Wittenbrink und „Black Rider“ von Waits/Burroughs.

PARTITUREN

PARTITUREN – Sonate I  -  XVII
(in memoriam John Cage)

von Armin Kauker
© Armin Kauker / Karen Stuke

Die ab September 2012 im Kronenboden erstmals ausgestellten “BildPartituren”
von Armin Kauker entstanden aus einem Kunstprojekt heraus, dass 2008 anlässlich
des 4oo. Geburtstages der Domgemeinde Berlin Am Lustgarten inszeniert wurde.

Mit Resten der  Laternenbekrönung wurde das Vorhaben realisiert.
Aus den Originalplatten des Berliner Domes wurden die verschiedenen Formen
(Notate) herausgelöst und auf Farbfelder montiert. Das wiederum ergab dann die
Komposition.
Die Partituren widmete Armin Kauker John Cage, der am 5.9.2o12 hundert Jahre alt
geworden wäre. Er war ihm als Mensch und als Künstler ein beflügelndes Beispiel.
Seine Ausgangspositionen waren auch die seinen:
Vincent van Gogh, Blaue Reiter, Bauhaus, Zen.

” Vom Bauhaus war ich zum Beispiel beeindruckt (…) . Stark angezogen fühlte
ich mich von der Fantasie Klees und auch von den Gesichtern Jawlenskys.
Merkwürdig, dass mir bei meiner Vorliebe  für abstrakte Malerei Kandinsky nicht
so  gut gefiel wie Klee und Jawlensky;  ich hatte also keine klare Linie. (…). Hätte
ich selbst gemalt, was ich mittlerweile aufgegeben hatte, so wäre es abstrakt
gewesen, mit einer Tendenz zum Geometrischen.”
John Cage; in : Kostelanetz 1989, S.124

” Work in progress … ”

Arbeitsergebnisse der TeilnehmerInnen des Photoworkshop ” pur // photographie als statement ”
in Zusammenarbeit mit BerlinSummerWorkshops.

Regina Lenz
Stephanie Allespach
Oscar Schwartz

Dozent: Andreas Weinand

Samstag, 07.07.2012 16:00 – 18:00

©_stephanie_allespach
© Stephanie Allespach

granulato effervescente von LUX:NM

Am 19.05.2012 findet das nächste Konzert statt!

granulato effervescente

LUX:NM

Einlass ab 19:30, Beginn 20:00 Uhr
Programm:

Steffen Krebber  (*1976)
Nichtsattrappen 0´05´´, für Violine, Akkordeon und einen Lautsprecher (2010)

Wolfgang Zamastil (*1981)
neues Werk, für Akkordeon Solo  (UA)

Fabien Lévy (*1968)
L’air d’ailleurs-Bicinium, für Altsaxophon und Tonband  (1997)

Wojciech Ziemowit Zych (*1976)
Kooperatywa, für Saxophon und Akkordeon (2005)

Gordon Kampe (*1976)
neues Werk, für Saxophon, Akkordeon, Violine und Klavier (UA)

Ruth Velten – Saxophone
Silke Lange – Akkordeon
Anna-Katrin Faber – Violine
Sawami Kiyoshi
– Klavier
Sarah Hölscher – Klangregie

luxnm03

Die MusikerInnen von LUX:NM arbeiten seit Jahren in den unterschiedlichsten Besetzungen miteinander. Einige von Ihnen waren bereits zusammen Stipendiaten der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Ruth Velten, Wolfgang Zamastil und Silke Lange spielten als Trio in diversen Konzerten (u.a. Unerhörte Musik, Galerie Spitäle Würzburg). Als Duo arbeiteten auch schon Silke Lange und Małgorzata Walentynowicz z.B. bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik. Mit dem Ensemble für aktuelle Musik „continuum“ wirkten Wolfgang Zamastil, Silke Lange, Ruth Velten und Anna-Katrin Faber bei mehreren CD Aufnahmen mit. Als logische Folge dieser vielfältigen gemeinsamen Arbeiten schlossen sie sich 2010 als festes Ensemble zusammen. Sie widmen sich der Interpretation zeitgenössischer Musik. Neben der Aufführung bereits bestehender Kompositionen setzen sie sich auch dafür ein, Werke noch unbekannter Komponisten in ihr Repertoire aufzunehmen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Komponisten liegt ihnen dabei besonders am Herzen. Die spezielle Zusammensetzung der Instrumente bietet Raum für ganz besondere neue Projekte. Elektronik und szenische Ideen finden dabei selbstverständlich Ihren Platz. Die MusikerInnen des Ensembles sind alle PreisträgerInnen nationaler sowie internationaler Wettbewerbe, u.a. des Deutschen Musikwettbewerbs, des Internationalen Musikwettbewerbs für zeitgenössische Musik Krakau Polen, des Internationalen Musikwettbewerbs London u.a. und konzertieren auf Festivals wie dem World New Music Festival, dem Warschauer Herbst, den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival und dem Luzern Festival. Ihre musikalische Ausbildung erhielten die jungen Musiker an den Hochschulen in London, Berlin, Köln, Wien und Lübeck und studierten bei namhaften Lehrern wie Ana Chumachenco, Eberhardt Feltz, Jens-Peter Mainz und Michael Sanderling. Die Mitglieder des Ensembles konzertierten u.a. mit den Berliner Philharmonikern, dem DSO Berlin, im Ensemble Intercontemporain (Paris), im Ensemble Modern (Frankfurt a.M.) und dem Chamber Orchestra of Europe. Eine künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie unter anderem mit Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Walter Zimmermann, Mark Andre, Fabien Lévy und Pierre Boulez.

Silke Lange, Akkordeon
Silke Lange wurde in Neubrandenburg (Mecklenburg/Vorpommern) geboren, wo sie auch ihren ersten Akkordeonunterricht bei Dieter Faulian erhielt.
1998 bis 2003 studierte sie an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“.
Sie lebt als freischaffende Musikerin in Berlin. Ihr musikalischer Schwerpunkt liegt auf Neuer Musik. So spielte sie u.a. beim „Ultraschall “ Festival für zeitgenössische Musik, bei der „MaerzMusik“ und bei den „Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik“. Sie ist Ensemblemitglied der Formation für aktuelle Musik„ continuum“ und gründete zusammen mit der Saxophonistin Ruth Velten das Ensemble „LUX:NM“. Weiterhin ist sie regelmäßig an Theaterproduktionen beteiligt (u.a. Deutsches Theater Berlin, Berliner Festspiele, HAU) und spielt zusammen mit dem Posaunisten Florian Juncker im Duo „Lange Juncker“. Sie konzertierte bereits bei vielen renommierten Musikfestivals wie zum Beispiel dem „Mosel Musikfestival“, „Oberstdorfer Musiksommer“ oder dem „Festival Mitte Europa“.

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Ruth Velten, Saxophone

Ruth Velten, geboren 1980, lebt und arbeitet seit 2001 als freischaffende Saxophonistin in Berlin. Sie studierte an der UdK Berlin, der HfM Köln und der HfM Hanns Eisler Berlin, wo sie 2009 ihr Konzertexamen ablegte. In 2005/06 war sie Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie (Frankfurt a.M.). Sie ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Erste Preise gewann sie u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb, beim Internationalen Kammermusikwettbewerb für zeitgenössische Musik Krakau Polen (ehem. Penderecki-Wettbewerb) und G. Bergamo Classic Music Award 2009 (Schweiz) und dem Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe 2009. Sie ist regelmäßig auf verschiedenen Musikfestivals zu Gast wie dem Warschauer Herbst, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Schwetzinger Festspielen, dem World New Music Festival, MDR Musiksommer und dem Schleswig-Holstein Musikfestival. Ruth Velten ist Sopransaxophonistin des sonic.art Saxophonquartetts.
Als Aushilfe ist sie in verschiedenen Orchestern und Ensembles wie den Berliner Philharmonikern, dem RSO Saarbrücken und dem Ensemble Modern tätig und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Peter Eötvös, Sakari Oramo, Markus Stenz und John Storgards. Einspielungen der Saxophonistin liegen beim WDR, HR und MDR vor.

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Anna-Katrin Faber, Violine

Anna-Katrin Faber wurde 1980 geboren. Sie begann ihre musikalische Laufbahn 1995 als Jungstudentin an der Musikhochschule Lübeck bei Nora Chastain, wo sie intensiv mit Musikern wie Shmuel Ashkenasy, Walter Levin und dem Artemis – Quartett zusammenarbeitete. Nach ihrem Studienabschluss an der Musikhochschule Zürich unter Ana Chumachenco ging sie 2003 zu David Takeno an die Guildhall School of Music und schloss dort 2005 mit dem Master of Music und dem Postgraduate Diploma mit Auszeichnung ab.
Faber wurde mit dem Hess – Award ausgezeichnet und erhielt 2005/2006 ein Stipendium an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt. Mittlerweile hat sie mit dem Chamber Orchestra of Europe konzertiert und ist als Gast – Konzertmeisterin unter anderem bei Britten Sinfonia in London, beim Kammerorchester Basel sowie als Mitglied beim Solistenensemble Kaleidoskop in Berlin tätig.

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Sawami Kiyoshi, Klavier

Geboren in Hiroshima, Japan, erhielt Sawami Kiyoshi ihren Master of Music-Titel an der Elisabeth University of Music bei Futaba Inoué (Klavier), Yasuko Mitsui (Cembalo) und Jo Kondo (Musikalische Analyse). Anschließend kam sie als Stipendiatin der Stadt Hiroshima nach Deutschland, wo sie ihre pianistischen Studien an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Klaus Bäßler fortsetzte. Sie bekam ihr solistisches Diplom und Konzertexamen, beide mit Auszeichnung.
Parallel zu ihren Studien war sie Teilnehmerin an den Meisterkursen vom Centre Acanthes und in Darmstadt, wo sie u.a. eng mit Toshio Hosokawa und Claude Helffer arbeitete. 2004 residierte sie als Gastpianistin bei der Académie Musicale de Villecroze in Frankreich, wo sie die Gelegenheit hatte, mit Noël Lee im Bereich der zeitgenössischen Musik zusammenzuarbeiten.
Sie wirkte u.a. mit den Berliner Symphonikern, dem Slowakischen Kammerorchester und dem Elisabeth University Orchestra zusammen und hat zahlreiche Werke für die Sender FSB, rbb, Sony BMG und Telos records aufgenommen. Neben ihrer Solisten-Karriere ist sie festes Mitglied der Ensembles für zeitgenössische Musik Berlin PianoPercussion.

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Konzert des Deutschen Musikrates
Musikrat

EMPTY SPACES | LEERE RÄUME

Ausstellung| 30. 03. 2012 – 29. 04. 2012

Öffnungszeiten immer Sa und So von 15:00 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung!

Eröffnung am: 30.03.2012 | 19 Uhr
Kuratiert von: alien productions

KünstlerInnen:

Eva Brunner-Szabo, A
Machfeld, A
Alessandro Mencarelli, I
Tim Sharp, A/GB
Angela Svoronou, GR

Die Ausstellung Leere Räume / Empty Spaces umkreist die Phänomene des Verdrängens und Vergessens, die Anwesenheit im Abwesenden, sowie den Zustand der Leere als (Ausgangs-)Ort von Narrativen.

Um zwei Videoinstallationen gruppiert sich eine Reihe von Foto- und Mixed Media-Arbeiten, deren zentrales Motiv leere Räume sind. Das Augenfällige an den Videoarbeiten ist, dass sie mit statischer Kamera räumliche Situationen filmen, in denen scheinbar nichts passiert. Es könnten fotografische Einstellungen sein, wäre da nicht die zentrale Bedeutung der Tonebene, die die eigentliche(n) Geschichte(n) erzählt.

In den Arbeiten der Ausstellung geht es um das Verborgene und Verdrängte, das gerade durch seine Abwesenheit umso präsenter wird, als wenn es gezeigt würde: sei es Historisches – Enteignung und Vertreibung von Juden durch die Nazis (Kaufhaus Dichter von Eva Brunner-Szabo), Zeitgeschichtliches – die immer noch diskriminierende Behandlung von schwarzen Hausangestellten in Südafrika (The Lenox von Machfeld), Soziales – die heimliche Bewohnung verlassener Industrieanlagen durch Obdachlose oder Ilegale (Hotel Clandestine von Alessandro Mencarelli, Matters of Fact von Sharp) oder unausweichliches Persönliches – den Tod (The Landscapes Behind von Angela Svoronou).

This land is made for you and me

BerlinPhotoWorkshops

This land was made for you and me

Ein Fotografie-Projekt im Wedding

Katja Stuke & Oliver Sieber (dt./engl.)

Für dieses Projekt etablieren Katja Stuke und Oliver Sieber gemeinsam mit den Teilnehmern ein Experimentier-Labor im “Kronenboden”. Vor Ort entsteht eine Laborsituation, von der aus der Stadtteil erkundet und auf verschiedenste Art dokumentiert werden soll.
Es besteht dabei die Möglichkeit, für unterschiedliche fotografische Positionen Themen zu suchen und in der individuellen Bildsprache zu bearbeiten. Es können also – immer mit Blick auf den Wedding – eigenständige Serien entstehen: sowohl ‘Streetphotography’ wie auch Architekturaufnahmen, Portraits, Stills und andere fotografische Formen sind vorstellbar.

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© Oliver Sieber

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© Katja Stuke

Portrait-Konzert Mark Andre

29. Januar 2012 | 13:00 Uhr

Portrait-Konzert Mark Andre
Eintritt frei, Spenden erbeten

Programm:

Mark Andre (geb. 1964)

iv.3         für Klarinette Solo
iv. 4        für Flöte, Oboe, Klarinette, und Tuba
iv. 6a      für Trompete Solo
iv. 6b      für Trompete Solo
un-fini I  für Harfe, Tam-Tam, und große Trommel

Paul Hübner Trompete
Gregor Schulenburg Flöte
Simon Böckenhoff Oboe
Boglarka Pecze Klarinette
Max Murray Tuba
Claudia Studer Harfe
Ni Fan Schlagzeug

Der Komponist:

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© Manu Theobald

Mark Andre studierte von 1987 bis 1993 u. a. Komposition bei Claude Ballif und Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique. In Paris promovierte er außerdem an der École Normale Supérieure über die Musik der Ars subtilior (Le compossible musical de l’Ars subtilior). 1995 erhielt er ein Stipendium des französischen Außenministeriums, das ihm eine Fortsetzung seiner kompositorischen Studien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Helmut Lachenmann ermöglichte. Im Experimentalstudio für akustische Kunst studierte er elektronische Musik bei André Richard. 1996 konnte er seine Stuttgarter Studien an der Akademie Schloss Solitude weiterführen.
Seitdem Mark Andre bei den Donaueschinger Musiktagen 2007 für seine Komposition …auf… III, die sein groß angelegtes Orchestertriptychon …auf… abschließt, den Preis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg zugesprochen bekam, wurde die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker auf sein Schaffen gelenkt. Aber auch schon vorher erhielt Andre zahlreiche wichtige Preise, so den Kranichsteiner Musikpreis 1996. 2002 wurde ihm der Förderpreis des Ernst von Siemens Musikpreises verliehen.
Aktuell ist Mark Andre einer der am meisten gefragten Komponisten Neuer Musik. Im Rahmen des Projekts “into…”, einer Kooperation des Ensemble Modern und des Siemens Arts Programm in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, wurde Andres Stück “üg”, das gemeinsam mit dem Musikinformatiker und Toningenieur Joachim Haas (EXPERIMENTALSTUDIO des SWR) u.a. in Istanbul entwickelt wurde, im Oktober 2008 in der Alten Oper Frankfurt vom Ensemble Modern uraufgeführt.
2009 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin und zum Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden berufen. Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Seine Musik wird von Edition-Peters/Frankfurt M. verlegt.

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Paul Hubner

Der Trompeter Paul Hübner erlernte sein Handwerk bei Malte Burba und Mike Svoboda sowie als Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Als Trompeter, Komponist, Improvisator und Performer widmet er sich solistisch und in den unterschiedlichsten Kammermusik- und Ensembleformationen neuer und experimenteller Musik. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Werke für umfangreiches Blechblasinstrumentarium.

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Gregor Schulenburg

Gregor Schulenburg widmete sich als Flötist schon früh Neuer Musik und freier Improvisation. Nach seiner Zeit als Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie lebte er ein Jahr in Ramallah als Dozent für die Barenboim/Said-Stiftung. Er ist regelmäßiger Gast in zahlreichen Ensembles. für Neue Musik, darunter das Ensemble Modern und das Ensemble Mosaik.

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Simon Bockenhof

Simon Böckenhoff studiert Oboe bei Christian Hommel und Barockoboe bei Xenia Löffler an der Hochschule für Künste Bremen. Er tritt mit Ensembles und Orchestern sowie als Solist auf – von alter Musik bis hin zu zeitgenössischer Musik. Konzertreisen führen ihn zu Festivals wie dem Kunstfest Weimar oder dem Musikfestival Montepulciano. Simon Böckenhoff ist Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Als diplomierter Tonmeister (Hochschule für Musik Detmold & Universität der Künste Berlin) arbeitet er für Label wie audite Musikproduktion, CPO, hyperion records und Schott Music sowie für Rundfunkanstalten wie den WDR und DeutschlandradioKultur.

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Boglarka Pecze

Boglarka Pecze wurde 1986 im ungarischen Baja geboren. Als Klarinettistin ist sie regelmäßig zu Gast im Ensemble Modern und wirkte in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten bei zahlreichen Uraufführungen mit. Ihre Arbeit wurde mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter bei den Stockhausen Kursen in Kürten, vom DAAD und der Internationalen Ensemble Modern Akademie.

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Max Murray

Der Komponist und Tubist Max Murray schloss sein Diplom im Fach Komposition an der University of Victoria British Columbia Canada mit Auszeichnung ab. Danach führte er sein Studium an der Musikhochschule Berlin „Hanns Eisler“ und am Mozarteum Salzburg weiter. Max Murray arbeitete beim Experimentalstudio des SWR, an der Staatskapelle Berlin und beim Lucerne Academy Orchestra. Schriften über Musik publizierte er in der Zeitschrift Kunstmusik.

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Claudia Studer

Die Schweizerin Claudia Studer, Jahrgang 1985, erhielt im Alter von 7 Jahren neben dem Klavier ihren ersten Harfenunterricht. Nach ihrem Abitur folgen Studien an der Musikhochschule Luzern, an der Royal Academy of Music in London, an der École Normale in Paris sowie in Berlin an der Musikhochschule „Hanns Eisler“. Sie arbeitete mit Dirigenten wie André-Pierre Vallade oder Peter Eötvös zusammen und war an mehreren Uraufführungen beteiligt. Als Kammermusikerin trat sie beim Lucerne Festival und am Messiaen Festival in London auf.

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nifan

Die Schlagzeugerin Ni Fan, geboren 1989, wuchs als Kind einer musikalischen Familie in Peking, China, auf. Zwischen 2007 und 2010 gewann Ni Fan zweifach das Staatsstipendium Chinas und war Solopaukerin im „China Youth Symphony Orchestra“.
Im Anschluss an ihr Bachelor-Studium begann sie 2010 ein Masterstudium an der „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Biao Li,Prof. Rainer Seegers und Prof. Franz Schindlbeck.
Im Jahr 2011 gewann Ni Fan den ,,Start-up! Music“-Preis, sowie den 1.Preis im Bereich Interpretation beim Wettbewerb „Hanns-Eisler-Preis für Komposition und Interpretation zeitgenössische Musik“.

Klarinetten-Brunch mit Sacha Rattle und Zeynep Özsuca

Sonntag, den 18. Dezember 2011
Klarinetten-Brunch mit Sacha Rattle und Zeynep Özsuca

Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Für das Brunch (9,50 €) bitte vorher unbedingt
Reservierung unter ichwillwasessen@web.de

Beginn Brunch: 10:30 Uhr
Beginn Konzert: 12 Uhr

Programm:

W.A. Mozart
Sonate für Violine und Klavier K.380
- Allegro
- Andante con moto
- Rondeau

A.Berg
Vier Stücke für Klarinette und Klavier op.5
I. Mäßig
II. Sehr langsam
III. Sehr rasch
IV. Langsam

Marc Mellits
Mara’s Lullaby

R.Schumann
Fantasiestücke op.73
- Zart und mit Ausdruck
- Lebhaft, leicht
- Rasch und mit Feuer

Sacha Rattle
Sacha Rattle

Der Klarinettist Sacha Rattle wurde 1983 in London geboren und wuchs in Birmingham auf. Er erhielt Klavier- und Cellounterricht, bevor er mit neun Jahren seine Ausbildung als Klarinettist am Birmingham Conservatoire begann. Anschließend ging er in die USA und führte sein Studium am Oberlin Conservatory of Music in Ohio weiter. Danach nahm er aus Interesse an der deutschen Schule des Klarinettenspiels das Studium  an der Musikhochschule Berlin “Hanns Eisler” bei Prof. Karl-Heinz Steffens, Ralf Forster und Wendel Fuchs auf, wo er 2010 seinen Abschluss machte.

Sein Durchbruch als Solist gelang ihm 2009 mit seinem gefeierten Debut in der Berliner Philharmonie mit Mozart’s Klarinettenkonzert. Seitdem gilt Sacha Rattle als einer der besten Klarinettisten seiner Generation. Es folgten Einladungen zu dem großen Musikfestivals Europas, wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival und dem Anima Mundi Festival in Italien. 2011 debutierte er mit dem  National Symphony Orchestra Taiwan.

Neben seiner Solokarriere ist Sacha Rattle auch in verschiedenen Kammermusikensembles ein gern gesehener Gast. Gemeinsam spielte er mit bekannten Künstlern wie Katia und Marielle Labèque, François Leleux, Pascal Moragues sowie Claudio Bohorquez. Regelmäßig gibt er Konzerte mit seiner Duopartnerin Zeynep Özsuca und spielt als Gast im Sheridan Ensemble.  2007  gründete er mit   Kollegen das  Ensemble  ‘Berlin Counterpoint’.

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Zeynep Özsuca
Zeynep Özsuca

Die türkische Pianistin Zeynep Özsuca wurde 1984 in Ankara geboren und begann ihre Ausbildung in Ankara am Staatlichen Konservatorium der Universität Hacettepe. 2001 gewann sie mit 17 Jahren den „Wettbewerb für junge Solisten“ des Istanbul Symphony Orchestra. Anschließend ging sie in die USA, um bei Péter Takács am Oberlin Conservatory of Music in Ohio zu studieren. Seit 2008 studiert sie Korrepetition sie bei Alexander Vitlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.
Mit ihrer besonderen Begabung, musikalischen Impulsen einerseits sensibel zu folgen und zugleich souverän zu führen, erwarb sich Zeynep Özsuca einen exzellenten Ruf als Ensemblepianistin. Sie arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Gustavo Dudamel und Simon Halsey zusammen und spielte als Kammermusikerin auf verschiedenen renommierten Bühnen, darunter in der Berliner Philharmonie, im Palau de la Musica Valencia und auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Zeynep Özsuca ist Gründungsmitglied von Classical Revolution in Berlin. Mit ihrem Duopartner Sacha Rattle tritt sie regelmäßig auf.