Verschoben

June 25, 2020 by Karen | 0 comments

Liebe Besucher und Freunde,

aufgrund der aktuellen Situation, die gerade weltweit herrscht, haben wir beschlossen die für Juni geplante Ausstellung in Kooperation mit der Fotogalerie Wien von Peter Hoiß auf den Herbst zu verschieben.

Genauere Informationen und Daten werden, sobald ich sie habe, hier veröffentlicht.

Bis dahin – Bleibt gesund!!!

Liebe Grüße, Karen Stuke.

Caruso sings again im Gropius Bau

May 29, 2020 by Karen | 0 comments

Im Herbst 2019 hat der Künstler Lee Mingwei Open Calls veröffentlicht, um Berliner*innen als Gastgeber*innen in seine Ausstellung “禮 Li, Geschenke und Rituale” einzubinden. Im Rahmen des Projekts “The Living Room” sind diese Gastgeber*innen eingeladen, ihre persönlichen Sammlungen auszustellen.

Die Caruso Kronenboden Sammlung wurde u. a. ausgewählt.
Teile der Sammlung sind vom 27. Mai bis zum 1. Juni im Gropius Bau zu sehen. Am Donnerstag, dem 28. Mai um 16 Uhr, Sonnabend, dem 30. Mai um 14 Uhr und Sonntag, dem 31. Mai um 16 Uhr wird Karen Stuke als Gastgeberin vor Ort sein um die Sammlung zu präsentieren, Geschichten zu erzählen und um das Grammophon anzuschmeißen um Caruso wieder singen zu lassen.

Caruso sings again ist ein fortlaufendes künstlerisches Recherche- und Forschungsprojekt über Enrico Carusos Leben und die Geschichten seiner Zeit bis zur Gegenwart.
Es geht nicht darum zu zeigen, dass Caruso der beste Tenor aller Zeiten war. Das könnte man trotz der historischen Aufnahmen nicht beweisen. Was würde uns das auch sagen?

Es geht vielmehr um den Umgang mit ihm. Der Umgang mit seiner Stimme. Der Umgang mit ihm als Person und als Star, Legendenbildung und Marketing. Die Bezüge zu ihm, die Technik, die Verbreitung seiner Stimme. Und um den Umgang mit seinem Namen bis heute.
Es geht um mediale Bezüge – schon vor hundert Jahren haben Zeitungen ihn als Start erst gemacht und dann kritisiert. Es geht um die Bücher und Biografien die teilweise nicht korrekt sind und dennoch an der Legendenbildung Teil haben und den Mythos verstärken.

Caruso sings again Collection ›››

Foto: Laura Fiorio/Installationsansicht Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale, Gropius Bau, Berlin, 2020

Lee Mingwei
禮 Li – Geschenke und Rituale
bis 12. Juli 2020
Zeitfenster-Ticket
Samstag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00
Donnerstag und Freitag 10:00 bis 21:00
Dienstag geschlossen
Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Die perfekte Silhouette

December 4, 2018 by Karen | 0 comments

16. Dez 2018 bis 27. Jan 2019

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Die Kostümbildnerinnen Ulrike Stelzig-Schaufert und Karen Fries
experimentieren mit dem klassischen Ausdrucksmittel der Silhouette und
den ihr zu Gebote stehenden Möglichkeiten – der Grazie und Anmut, Poesie,
Witz und Spottlust.

Kronenboden goes Napoli

August 1, 2018 by Karen | Comments Off on Kronenboden goes Napoli


2. August 1921 – Enrico Caruso, legendary Tenor from Napoli died 97 years ago in
his hometown. Ever since he was one of the first classical singers ever recorded in
history – we want to bring back his voice for one moment of remembrance. The
travelling gramophone will start playing at 20:30 at Piazza Plebiscito in front of
Chiesa di San Francesco di Paola.

UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL.

February 19, 2018 by Karen | 0 comments

Im Rahmen des Caruso Festivals CARUSO SINGS AGAIN in Berlin findet am Mittwoch den 21.2.2018 um 18:00 Uhr folgende Veranstaltung statt, zu der ich herzliche einladen möchte:

UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL.
Halbwissenschaftliche Gedanken zur grammophonen Aufnahmesituation

von und mit Prof. Dr. Wolfgang Ernst

Die “Aufnahme” wird im doppelten Sinne verstanden: einmal die Produktion phonographischer Aufzeichnungen, sodann aber auch die Situation, in welche Menschen gestellt werden, die körperlose Stimmen vernehmen.
Historisch wird Carusos Gesang in der Vergangenheit kontextualisiert; das Gehör aber ist von der Präsenz einer Stimme affiziert, wenn sie nach einem Jahrhundert aus einem Grammophon ertönt. Diese “musikalische Situation” (Günther Stern) ist radikal ahistorisch und wird vielmehr von Gnaden der Speichermedien zeitversetzt wieder-holbar.. Auch der Hund Nipper unterschied angesichts von “His Master’s Voice” von Grammophon nicht zwischen dessen Leben oder Tod.

Die Stimme als Signal wird damit zugleich als etwas Unmenschliches, “seelenlos” erfahren (das antike Sirenen-Motiv); für Sigmund Freud ist die Psyche ein Apparat. Entgegen der hermeneutischen Fixierung auf die “historische” Figur hinter der Stimme namens Enrico Caruso schenkt Medienarchäologie (als Methode und als Technologie) auch den Tonträgern selbst ihr Gehör. Diesseits der biographischen Phantasien wird die Stimme als Signal analysiert ; aktuelle Spektrographie erinnert an die Vorgeschichte des Edison-Phonographen selbst (Scotts Phonautographen). Der phänomenologischen Beglückung durch Carusos Stimme (Thomas Mann’s “Fülle des Wohllauts”) wird das eiskalte technomathematische Ohr beiseite gestellt.
Am Ende stehen die künstlichen Stimmen, die kein Mensch mehr hervorbringt.