Caruso sings again im Gropius Bau

May 29, 2020 by Karen | 0 comments

Im Herbst 2019 hat der Künstler Lee Mingwei Open Calls veröffentlicht, um Berliner*innen als Gastgeber*innen in seine Ausstellung “禮 Li, Geschenke und Rituale” einzubinden. Im Rahmen des Projekts “The Living Room” sind diese Gastgeber*innen eingeladen, ihre persönlichen Sammlungen auszustellen.

Die Caruso Kronenboden Sammlung wurde u. a. ausgewählt.
Teile der Sammlung sind vom 27. Mai bis zum 1. Juni im Gropius Bau zu sehen. Am Donnerstag, dem 28. Mai um 16 Uhr, Sonnabend, dem 30. Mai um 14 Uhr und Sonntag, dem 31. Mai um 16 Uhr wird Karen Stuke als Gastgeberin vor Ort sein um die Sammlung zu präsentieren, Geschichten zu erzählen und um das Grammophon anzuschmeißen um Caruso wieder singen zu lassen.

Caruso sings again ist ein fortlaufendes künstlerisches Recherche- und Forschungsprojekt über Enrico Carusos Leben und die Geschichten seiner Zeit bis zur Gegenwart.
Es geht nicht darum zu zeigen, dass Caruso der beste Tenor aller Zeiten war. Das könnte man trotz der historischen Aufnahmen nicht beweisen. Was würde uns das auch sagen?

Es geht vielmehr um den Umgang mit ihm. Der Umgang mit seiner Stimme. Der Umgang mit ihm als Person und als Star, Legendenbildung und Marketing. Die Bezüge zu ihm, die Technik, die Verbreitung seiner Stimme. Und um den Umgang mit seinem Namen bis heute.
Es geht um mediale Bezüge – schon vor hundert Jahren haben Zeitungen ihn als Start erst gemacht und dann kritisiert. Es geht um die Bücher und Biografien die teilweise nicht korrekt sind und dennoch an der Legendenbildung Teil haben und den Mythos verstärken.

Caruso sings again Collection ›››

Foto: Laura Fiorio/Installationsansicht Lee Mingwei: 禮 Li, Geschenke und Rituale, Gropius Bau, Berlin, 2020

Lee Mingwei
禮 Li – Geschenke und Rituale
bis 12. Juli 2020
Zeitfenster-Ticket
Samstag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00
Donnerstag und Freitag 10:00 bis 21:00
Dienstag geschlossen
Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Mit Omas Leuchter fing alles an!

January 2, 2020 by Karen | 0 comments

Am 19.1.2020 von 12:00 bis 16:00:

NEUJAHRSEMPFANG UND AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Eine Foto-Leuchter-Spiegel Installation von Anja Teske

Leuchter bringen den Tag ins Innere. Das Innere bedeutet hier in den Fotografien Räume/Orte der Versammlung, Licht dort verbindet und macht sichtbar, ermöglicht Erkennen.

Der Gegensatz, die Dunkelheit, steht für das Ungewisse, aber auch das Böse. Mit den Formen der Leuchter in dieser Ornamenten Vielfalt, assoziieren wir Sonne, Blüten oder Lichtpunkte, im übertragenen Sinn: Wärme, Wachstum und Perspektiven, den Glanz, das Leuchten als Ausdruck der Begeisterung.

Öffnugnszeiten: Sa und So 15:30 bis 18:00

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PEPVCPTFEPEG

November 26, 2019 by Karen | 0 comments

Freitag ist Eröffnung!!!!

reflections and links based on two seminars and a research trip, dealing with slow violence

Eröffnung
29. November 2019, 19 Uhr
Laufzeit
30. November 2019 – 05. Januar 2020
Orte
uqbar und Kronenboden
Schwedenstraße 16, 13357 Wedding

Öffnungszeiten
Freitags und Samstag von 14:00 bis 19:00


mit Arbeiten von:
Alexander Theis, Annette Hürter, Eleanora Pfanz, Hanna Jurisch, Jonas Zilius, Iden Sungyoung Kim, Leonie Mühlen, Minh Duc Pham, Nis Petersen, Silvie Wipfler, Vera Gärtner

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August 26, 2019 by Karen | 0 comments

SAD AM I, GLAD AM I
Auf den Spuren von Mario Lanza in Europa
27. Sep bis 26. Okt 2019

Ein Projekt von Karen H. Fries

Eröffnung am 27. 9. 2019, 18 Uhr
Finissage am 26. 10. 2019, 18 Uhr

Öffnungszeiten: Sa und So 15:30 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung 0152 09425100

 

B – LA CONNECT

May 17, 2019 by Karen | 0 comments

7. bis 23. Juni 2019

kronenboden zeigt eine Ausstellung vom Monte Vista Projects, LA
in Kooperation mit MADLAB studio, Rotterdam

B-LA CONNECT ist ein großes Austauschprojekt zwischen Kunsträumen/Art Spaces in Berlin und Los Angeles. In 20 Berliner Projekträumen findet in der Zeit vom 07. bis 23. Juni 2019 ein großes stadtweites Programm mit Ausstellungen und weiteren Begleitprogrammen zur Präsentation alternativer Art Spaces aus Los Angeles und den von ihnen präsentierten KünstlerInnen statt. Dazu werden 20 alternative Art Spaces aus Los Angeles mit ihren KünstlerInnen nach Berlin reisen, um gemeinsam mit den Berliner KünstlerInnen in unseren Projekträumen auszustellen.

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UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL.

February 19, 2018 by Karen | 0 comments

Im Rahmen des Caruso Festivals CARUSO SINGS AGAIN in Berlin findet am Mittwoch den 21.2.2018 um 18:00 Uhr folgende Veranstaltung statt, zu der ich herzliche einladen möchte:

UND DIE STIMME SINGT WEITER: CARUSO ALS SIGNAL.
Halbwissenschaftliche Gedanken zur grammophonen Aufnahmesituation

von und mit Prof. Dr. Wolfgang Ernst

Die “Aufnahme” wird im doppelten Sinne verstanden: einmal die Produktion phonographischer Aufzeichnungen, sodann aber auch die Situation, in welche Menschen gestellt werden, die körperlose Stimmen vernehmen.
Historisch wird Carusos Gesang in der Vergangenheit kontextualisiert; das Gehör aber ist von der Präsenz einer Stimme affiziert, wenn sie nach einem Jahrhundert aus einem Grammophon ertönt. Diese “musikalische Situation” (Günther Stern) ist radikal ahistorisch und wird vielmehr von Gnaden der Speichermedien zeitversetzt wieder-holbar.. Auch der Hund Nipper unterschied angesichts von “His Master’s Voice” von Grammophon nicht zwischen dessen Leben oder Tod.

Die Stimme als Signal wird damit zugleich als etwas Unmenschliches, “seelenlos” erfahren (das antike Sirenen-Motiv); für Sigmund Freud ist die Psyche ein Apparat. Entgegen der hermeneutischen Fixierung auf die “historische” Figur hinter der Stimme namens Enrico Caruso schenkt Medienarchäologie (als Methode und als Technologie) auch den Tonträgern selbst ihr Gehör. Diesseits der biographischen Phantasien wird die Stimme als Signal analysiert ; aktuelle Spektrographie erinnert an die Vorgeschichte des Edison-Phonographen selbst (Scotts Phonautographen). Der phänomenologischen Beglückung durch Carusos Stimme (Thomas Mann’s “Fülle des Wohllauts”) wird das eiskalte technomathematische Ohr beiseite gestellt.
Am Ende stehen die künstlichen Stimmen, die kein Mensch mehr hervorbringt.