Das Programm – Für weitere Informationen bitte nach unten scrollen
A Reconstruction of Codes
Konzeptionelle fotografische Arbeiten von André Pinkowski
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Partituren
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Empty spaces | Leere Räume

KünstlerInnen: Eva Brunner-Szabo, Machfeld,
Alessandro Mencarelli, Tim Sharp, Angela Svoronou
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Künstler: Karolina Breguła, Monika Drożyńska,
Karolina Freino, Alicja Karska/Aleksandra Went
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Slotmachine

Eine Videoinstallation von Claudia Blersch und Giulio Bernardi
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The After Gertrude Stein Trilogy

Fotos und Video von Kathrin Lock und Tim Brotherton
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Europeans

Fotografien von LB. Jeffries
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Orient – Okzident

Installation von Esra Carus und Hildegard Skowasch
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Adventures in Amberland

Beteiligte Künstler: Danil Akimov, Oleg Blyablyas,
Common Trembling Group, San Donato
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Libretto

Fotografien von Bettina Cohnen
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Hildegard Projekt + Gast

Installation mit Bühnencharakter
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Die tote Stadt

Skulptur und Malerei von Sonja Blattner
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roommates

Fotografien von Selim Eyüboglu und Sevgi Ortaç
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posed | exposed
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Fotografien von Udo Hesse
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CELAN
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Ausstellung über eine Oper
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Sleeping Sister
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Camera Obscura Fotografien von Karen Stuke
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Radio Babylon!
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Ausstellung über eine Uraufführung
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Vorhang auf!
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Camera Obscura Bühnen von Gottfried Pliz
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Konzeptionelle fotografische Arbeiten von André Pinkowski
Das fotografische Projekt setzt sich mit der oft mehrdeutigen Beziehung zwischen Fotografie und Text auseinander und analysiert dessen Verwendung in der Beschreibung von tatsächlichen oder
metaphorischen Erlebnissen in unser direkten Umwelt.
Fotografien, die ursprünglich für den Massenmarkt produziert wurden, wie z.B. Schnappschüsse von Paris Hilton, Ophra Winfrey und anderen Persönlichkeiten, wurden anhand eines speziell entwickelten mathematischen Algorithmus auf bestehende Farbwerte in digitaler Form analysiert und rekonstruiert.
Jede daraus entstandene neue, visuell abstrakte Konstruktion resultiert in einem Bild, welches die ursprüngliche Intention überschreibt und somit lediglich die originalen Bildunterschriften als Referenz zum Originalfoto verweisen.
An examination of the fragile and often ambiguous relationship between
photography and text, and the ways in which they are employed to create either
factual or metaphorical descriptions of the world around us.
For ‘A Reconstruction of Codes’ Andre Pinkowski’s source images were initially
produced for the mass media market. All images were acquired in one day in
2008 from a leading celebrity picture agency selected from their ‘most recent
images’ section featuring celebrities such as Oprah Winfrey and Paris Hilton.
The photographs have been digitally analysed using a specially commissioned
algorithm. This software, written by Dr. Sophie Triantaphillidou at the University
of Westminster, reorganises each image based on the existing colour values.
Each reconstruction results in a new image eradicating any previously intended
meaning. Andre Pinkowski’s uncompromisingly abstracted images keep their
original captions which in turn become the obvious carrier of meaning. Only
by reading the captions is the viewer able to attempt to visualise the original
images.
Die Meistersinger von Nürnberg Komische Oper Berlin 2010
[Richard Wagner; Regie: Andreas Homoki, Bühne: Frank Philipp Schlößmann]
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200 Jahre Richard Wagner!
Seit vielen Jahren begleitet Karen Stuke die Werke Wagners aus einem besonderen Blickwinkel, sehr lang und intensiv.
Schon während ihres Studiums war Karen Stuke von der Vorstellung beseelt, ihre beiden großen Leidenschaften miteinander verbinden zu können: Die Fotografie und die Oper. Dabei bewegte sie vor allem eine Frage. “Wie kann ich einen ganzen Opernabend auf einem Foto unterbringen?”
In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung beschäftigte sie sich auch mit der Camera obscura. Dieses scheinbar historische Gerät erlaubt Belichtungen von beliebiger Dauer.
So entstanden verschiendenste Serien wie Sleeping Sister oder City Lights und sowie auch die Opern in Langzeitbelichtung. Inzwischen kann die Fotografin auf ein umfangreiches Oeuvre blicken.
Aus dem Gesamtwerk werden jetzt die Camera-obscura-Bilder von Wagner-Opern zusammengestellt.
„Fotografien mit der Camera obscura sind in ihrer ganzen Flüchtigkeit komplex, bieten lucide Zwischenräume, ohne deshalb vom Geheimnisvollen und der Größe des Motivs zu verlieren – was gerade bei den Werken Wagners ganz besonders an Intensität gewinnt“, erläutert Stuke den besonderen Reiz und die Originalität der Ausstellung.
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Der fliegende Holländer Theater der Stadt Meiningen 2007
[Richard Wagner; Regie, Bühne und Kostüme: Gottfried Pilz]
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Tannhäuser Deutsche Oper Berlin 2008
[Richard Wagner; Regie: Kirsten Harms, Bühne: Bernd Damovsky ]
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Lohengrin Staatsoper Unter den Linden 2009
[Richard Wagner; Regie: Stefan Herheim, Bühne: Heike Scheele ]
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Sonate I - XVII
(in memoriam John Cage)
von Armin Kauker
Die ab September 2012 im Kronenboden erstmals ausgestellten “BildPartituren”
von Armin Kauker entstanden aus einem Kunstprojekt heraus, dass 2008 anlässlich
des 4oo. Geburtstages der Domgemeinde Berlin Am Lustgarten inszeniert wurde.
Mit Resten der Laternenbekrönung wurde das Vorhaben realisiert.
Aus den Originalplatten des Berliner Domes wurden die verschiedenen Formen
(Notate) herausgelöst und auf Farbfelder montiert. Das wiederum ergab dann die
Komposition.
Die Partituren widmete Armin Kauker John Cage, der am 5.9.2o12 hundert Jahre alt
geworden wäre. Er war ihm als Mensch und als Künstler ein beflügelndes Beispiel.
Seine Ausgangspositionen waren auch die seinen:
Vincent van Gogh, Blaue Reiter, Bauhaus, Zen.
” Vom Bauhaus war ich zum Beispiel beeindruckt (…) . Stark angezogen fühlte
ich mich von der Fantasie Klees und auch von den Gesichtern Jawlenskys.
Merkwürdig, dass mir bei meiner Vorliebe für abstrakte Malerei Kandinsky nicht
so gut gefiel wie Klee und Jawlensky; ich hatte also keine klare Linie. (…). Hätte
ich selbst gemalt, was ich mittlerweile aufgegeben hatte, so wäre es abstrakt
gewesen, mit einer Tendenz zum Geometrischen.”
John Cage; in : Kostelanetz 1989, S.124
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KünstlerInnen:
Eva Brunner-Szabo, A
Machfeld, A
Alessandro Mencarelli, I
Tim Sharp, A/GB
Angela Svoronou, GR
Die Ausstellung Leere Räume / Empty Spaces umkreist die Phänomene des Verdrängens und Vergessens, die Anwesenheit im Abwesenden, sowie den Zustand der Leere als (Ausgangs-)Ort von Narrativen.
Um zwei Videoinstallationen gruppiert sich eine Reihe von Foto- und Mixed Media-Arbeiten, deren zentrales Motiv leere Räume sind. Das Augenfällige an den Videoarbeiten ist, dass sie mit statischer Kamera räumliche Situationen filmen, in denen scheinbar nichts passiert. Es könnten fotografische Einstellungen sein, wäre da nicht die zentrale Bedeutung der Tonebene, die die eigentliche(n) Geschichte(n) erzählt.
In den Arbeiten der Ausstellung geht es um das Verborgene und Verdrängte, das gerade durch seine Abwesenheit umso präsenter wird, als wenn es gezeigt würde: sei es Historisches – Enteignung und Vertreibung von Juden durch die Nazis (Kaufhaus Dichter von Eva Brunner-Szabo), Zeitgeschichtliches – die immer noch diskriminierende Behandlung von schwarzen Hausangestellten in Südafrika (The Lenox von Machfeld), Soziales – die heimliche Bewohnung verlassener Industrieanlagen durch Obdachlose oder Ilegale (Hotel Clandestine von Alessandro Mencarelli, Matters of Fact von Sharp) oder unausweichliches Persönliches – den Tod (The Landscapes Behind von Angela Svoronou).
Kuratiert von: alien productions
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KünstlerInnen:
Karolina Breguła, Monika Drożyńska, Karolina Freino, Alicja Karska/Aleksandra Went
Looking into Neighbourship stellt Arbeiten der polnischen Künstlerinnen Karolina Breguła, Monika Drożyńska, Karolina Freino und Alicja Karska/Aleksandra Went, die Veränderungen im Stadtraum und verschiedene Formen von Nachbarschaft untersuchen. Die Künstlerinnen richten den Blick auf die “kleinen Dinge”, durch die trotzdem große Fragen, wie der Umgang mit Geschichte und deren Zeugnissen, das Verhältnis von Privat und Öffentlich oder die gesellschaftlichen Herausforderungen durch kulturelle Differenzen transparent werden.
Für ihr Projekt Good Neighbours (2007-2009) reiste Karolina Breguła in die sieben Nachbarländer Polens und führte dort Aktionen durch, die als typisch für nachbarschaftliches Verhalten gelten – wie Blumengießen, sich an der Haustür Lebensmittel ausleihen oder an den Wänden lauschen. Durch die Alltäglichkeit der Handlungen blendet die Künstlerin den historischen Ballast aus, der zwischen Nachbarländern steht, und macht humorvoll deutlich, dass kulturelle Differenzen überwunden werden können, wenn man mit der Verständigung über die „kleinen Dinge“ beginnt.
Monika Drożyńska fotografiert im Frühjahr und Sommer Graffiti, deren Texte sie im Winter mit dekorativen Verzierungen auf Servietten stickt. Die gestickten Graffititexte brachte die Künstlerin mit Urban Embroidery (2010) zurück in den Stadtraum. Sie zeigte jeweils für einen Monat Fotos der Stickereien mit Texten wie „Hört auf zu klagen!!!“ oder „Winter verpiss dich!“ auf LED-Videoboards, wodurch die mit Privatheit assoziierten Stickereien zu Botschaften der Massenmedien werden.
Karolina Freino dokumentiert in Walls and Sandpits (2007) 40 Orte in Szczecin, an denen Teile von deutschen und jüdischen Grabsteinen zur Errichtung von Mauern, Sandkästen und Fußwegen benutzt wurden. Auf der Grundlage dieser Recherche erschienen in den vier größten Szczeciner Tageszeitungen Todesanzeigen mit Textfragmenten, die man noch auf den Grabsteinen entziffern konnte, deren Übersetzung ins Polnische, ein Foto des jeweiligen Grabsteins und die Beschreibung seines Fundortes. Wie virulent die Auseinandersetzung mit der verdrängten Geschichte ihrer Stadt für die Bürger war, belegt die Vielzahl an Reaktionen auf das Projekt.
Die Frage, wie mit historischen Denkmälern umgegangen wird, beschäftigt auch Alicja Karska und Aleksandra Went, die seit 2007 für ihr Projekt Polish Cities Ortseingänge fotografieren. Diese wurden in Zeiten des Sozialismus mit üppigen Begrüßungs-Skulpturen (poln. witacze) ausgestattet, die den Namen der Ortschaft visualisieren. Die Künstlerinnen dokumentieren die Vielfalt und „Schönheit“ der Objekte ebenso wie deren Verfall und thematisieren damit die Entfremdung der Bevölkerung von den lokalen Zeugnissen der Geschichte, wie sie auch andernorts zu finden ist.
Die Ausstellung ist eine uqbar Ausstellung und wird in Zusammenarbeit mit Łaźnia, Gdańsk organisert und in Kooperation mit Kronenboden in beiden Projekträumen in der Schwedenstraße 16 gezeigt. Es erscheint ein Katalog.
Parallel zur Eröffnung realisieren Karolina Freino, Alicja Karska/Aleksandra Went, Kama Sokolnicka und Zorka Wollny in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Sunshine Wong Interventionen im Schillerpark in Berlin-Wedding.
Young Polish Artists on Tour – Berlin wird unterstützt vom polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe. Das Projekt ist Teil der Veranstaltungsreihe Obok – Nebenan! Das polnische Kulturprogramm in Berlin.
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Veranstalter:
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Eine Videoinstallation von Claudia Blersch und Giulio Bernardi.
Die Slotmachine ist ein mediales Spiel mit der Gender-Parodie und der Vielheit
nach Judith Butlers Konzept der Konstruktion und Dekonstruktion der Identität.
Über die verführerische Stimme wird ein idealer Körper imaginiert. Stimmen
werden einem Körper und damit einem Geschlecht zugeordnet. Was passiert,
wenn diese Zuordnung unterlaufen wird?
Die Slotmachine setzt Bilder möglicher Körper in Szene und dekonstruiert sie.
Durch die zerstückelnde Präsentation auf 4 Monitoren entstehen neue
Identitäten, indem sich die Zusammensetzung der Körperteile zeitverschieden
ändert. Konventionelle Mythen werden entlarvt und parodiert. Das Kontinuum
der Stimme von Elena Mosuc (Opernsängerin), welche die Arie “Vissi d’arte”
aus der Oper “Tosca” singt, verleiht den Bildern Identität.
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Die Ausstellung The After Gertrude Stein Trilogy stellt in den unmittelbar benachbarten Projekträumen uqbar und Kronenboden Foto- und Videoarbeiten des Künstlerduos Kathrin Lock und Tim Brotherton vor.
Zusammen mit jungen Schauspielern in Johannesburg, Süd-Afrika (Bag Factory, 2008), in Berlin (P14 Jugendgruppe der Volksbühne, 2009) und in Brüssel (Kunst und Performanz Center Beursshouwburg, 2010) haben die Künstler in einem partizipatorischen Prozess Gertrude Steins dadaistische Faustversion Dr. Faustus lichterloh neu interpretiert. Entstanden sind drei sehr unterschiedliche Versionen des Materials, die als filmische Adaptionen gezeigt werden.
In Steins Version der historischen Faustlegende verspricht Dr. Faustus dem Teufel seine Seele, um im Gegenzug elektrisches Licht erfinden zu können. Die Erfüllung, die sich Dr. Faustus erhofft hatte, stellt sich nicht ein und hinterlässt ihn desillusioniert und enttäuscht. Das Stück ist in dadaistischer Schreibweise offen strukturiert. Steins Charaktere sind uneindeutig und vielschichtig. Sie sprechen in Metaphern, durch Widerholungen und Anspielungen, durch fragmentierte und entkörperlichte Stimmen. Alle Charaktere sind frustriert und haben große Schwierigkeiten, sich in einer durch zunehmende Unmenschlichkeit, fortschreitende Technologisierung und Modernisierung geprägten Welt zurecht zu finden.
Mit seinen Kernfragen nach Moral, Identität, Wert und Verrat in modernen Gesellschaften diente das Stück als Ausgangspunkt der Diskussion zwischen Künstlern und Schauspielern. In einem partizipatorischen Prozess wurden Handlung, Szenen und Bühnenbild gemeinsam, aufbauend auf folgende Fragestellungen, entwickelt: Wie positioniert sich eine Generation, die in einer bereits globalisierten Welt aufgewachsen ist? Inwieweit prägen sie die allgegenwärtigen Ideologien, die vom Einzelnen erwarten, sich ständig nach den neoliberalen Paradigmen zu verbessern und neu zu erfinden? Wie positioniert sich diese Generation in einer Welt, die von Arbeitslosigkeit und einem ständig wachsenden Materialismus geprägt ist? Ziel war, Szenarien zu schaffen, in denen die Beteiligten frei über ihre Ziele und Erwartungen sprechen, ohne das allzu gegenwärtige Bezugssystem der kommerziellen Warenwelt zu benutzen.
Neben den Videoarbeiten sind Fotografien aus der in Südafrika entstandenen Fotoserie Smokes and Mirrors zu sehen. Die Straßen von Johannesburg sind gesäumt von Postern der Boulevardpresse und ihren sensationslustigen Schlagzeilen. Allgegenwärtig sind sie fester visueller Bestandteil des heutigen Stadtbildes. In sensationslüsternen Schlagzeilen markieren sie soziale Trennungslinien und rassistische Ausgrenzung innerhalb der südafrikanischen Gesellschaft. Für die Serie wurden derartige Poster zu Kleidung umfunktioniert. Die Schauspieler aus After Gertrude Stein posieren, gehüllt in diese Kleider, in stillgelegten Goldminen, die sich in der städtischen Umgebung von Johannesburg befinden. Smokes and Mirrors nimmt Bezug auf John Heartfields Fotomontage Wer Bürgerblätter liest wird dumm und taub. Weg mit den Verdummungsbandagen! von 1930.
Parallel zur Präsentation bei uqbar und Kronenboden zeigt die Galerie September, Charlottenstrasse 1, 10969 Berlin, vom 25. Juni bis 13. August 2011 weitere Foto- und Wandarbeiten des Künstlerduos unter dem Titel Consumed Spirits.
Eine Ausstellung von www.projectspace.uqbar-ev.de
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Fotografien von LB Jefferies
Drei Jahre lang hat LB. Jefferies auf die aktuelle Ausstellung hingearbeitet und dafür selbst auf diversen Kreuzfahrtschiffen angeheuert. Stereotypen und Klischees sind das Thema der Fotografien, europäisch ist der Rahmen. Da steht der Franzose in Le Havre mit dem Baguette in der Hand und stellt sich selbst in Frage. Gelten die – teils romantisch verklärenden – Attribute und Eigenschaften noch, die gleichsam kulturprägend sind? Oder haben die Europäer sich längst assimiliert, gleich geschaltet, sind nicht mehr in ihrer Individualität erkennbar? Jefferies beantwortet mit den Fotografien keine Fragen, sondern stellt sie. „Die Fotografie auf dem Schiff bot Gelegenheit, Klischees gleich reihenweise abzubilden“, sagt Jeffries. „Dabei war mir lange nicht klar, ob die Menschen sich der Klischees bewusst sind oder sie einfach nur leben.“ Die Besucher der Ausstellung Europeans werden versucht, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen und sie gegebenenfalls oder jedenfalls für sich zu beantworten.
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Die Ausstellung „Orient – Okzident?“ im Kronenboden widmet sich ausgehend von den kulturell besetzten Begriffen „WHITE CUBE“ und „BLACK BOX“ Themenfeldern aktueller Brisanz.
In ihren figurativen Arbeitsweisen führen Esra Carus aus Istanbul und Hildegard Skowasch aus Berlin eine Art Bühnenstück auf, das die Palette der Vorurteile um „Orient – Okzident“ hinterfragt. Die Bildhauerinnen, die auf Vermittlung der Berliner Kuratorin Jaana Prüss seit 2009 zusammen arbeiten, sind Reisende zwischen den Welten und Kulturen. In der gemeinsam entwickelten Rauminstallation erzählen sie von persönlichen Begegnungen, Vorurteilen, Annäherung und Distanz in Historie und Gegenwart, von Innenschau, Außenwahrnehmung und von Öffentlichkeit.
Vor dem Hintergrund des derzeitigen Aufbruchs in der islamischen Welt erhalten die Fragen der Künstlerinnen eine weitere Dimension und regen uns zu einem Diskurs an, die Begriffe und Klischees zu überprüfen: Wo beginnt, wo endet der Orient? Und was zählt zum Okzident? Schaffen wir es, uns von unseren eigenen Klischees zu lösen oder bestehen unversöhnliche Gegensätze und wächst die Kluft zwischen der sogenannten europäischen Zivilisation und einer islamisch geprägten Haltung gegen den imperialistischen Westen?
Die künstlerischen Arbeiten von Esra Carus beschäftigen sich vorwiegend mit sozialen und politischen Themen, wobei für die in Istanbul lebende Künstlerin hierbei menschliches Handeln und die Ikonographie historischer Themen und Ereignisse im Vordergrund stehen. Derzeit sind Arbeiten der mehrfach prämierten Künstlerin im Berliner Literaturforum Brecht-Haus zu sehen.
Die in Berlin lebende Hildegard Skowasch arbeitet primär mit farbigen Papierobjekten, abstrakte amorphe Formen kombiniert sie zunehmend mit figurativen Elementen. Sie studierte an der Kunstakademie Münster und der École Supérieure des Arts Plastiques, Tourcoing. Stipendien führten die Künstlerin in die Künstlerhäuser Schloss Wiepersdorf, Hooksiel und Lukas, Ahrenshoop sowie nach Mt. San Angelo, USA, ins Center for Metamedia, Plasy, Tschechien. Die Flottmann Hallen Herne widmen ihr 2011 eine umfangreiche Einzelausstellung.
Karen Stuke (Kronenboden) und Jaana Prüss (Kuratorin) laden Sie herzlich ein, den Diskurs gemeinsam mit den Künstlerinnen fortzusetzen.
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Danil Akimov, Oleg Blyablyas, Common Trembling Group, San Donato

Die Ausstellung Abenteuer im Bernsteinland stellt in den unmittelbar benachbarten Projekträumen uqbar und Kronenboden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern vor, die sich kritisch mit Geschichte und Gegenwart, den lokalen Traditionen und der gesellschaftlichen Situation in der Region Kaliningrad auseinandersetzen. Darüber hinaus organisiert uqbar im Rahmen des Projekts mit Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen ein Residenzprogramm: Im Dezember 2010 verbringen Danil Akimov und Oleg Blyablyas mehrere Wochen in Berlin und entwickeln vor Ort gemeinsam eine neue Arbeit, die im Januar 2011 bei uqbar vorgestellt wird.
Kaliningrad ist heute ein wichtiges russisches Wirtschaftszentrum an der Ostsee, das auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt: Königsberg war Mitglied der Hanse, gehörte vom 13. bis frühen 16. Jahrhundert zum Deutschen Ordensstaat und anschließend zu Ostpreußen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die stark zerstörte Stadt Teil der Sowjetunion. Das Kaliningrader Gebiet wurde zum militärischen Sperrgebiet erklärt, die Reste des Königsberger Schlosses gesprengt und Kaliningrad als sowjetische Stadt völlig neu errichtet. Dahinter stand die ideologische Absicht, jegliche Erinnerung an die deutsche Tradition der Stadt auszulöschen. Seit 1990 gibt es jedoch ein Umdenken, und die Rückbesinnung auf die deutsche Geschichte wird offiziell gefördert, nicht zuletzt zur Förderung des Tourismus.
In dem Projekt Amber Region (2007-2008) spielt Oleg Blyablyas (1967*) ironisch mit der Allgegenwart des Bernstein als Slogan in Politik, Werbung und Massenmedien (Bernstein-Gouverneur, Miss Bernsteinregion, Hotel Bernstein-Talismann, Kontaktbörse Bernsteinhimmel, Gesangwettbewerb Bernstein-Nachtigallen, Hundeausstellung Bernstein-Dachshunde etc.) und zeigt Landschaften und Menschen, fotografiert durch eine Bernstein-Linse, und Freunde, gefilmt bei einer Grillparty mit Bernsteinfeuer…
Die Common Trembling Group (Yulia Abramova, *1982 Aleksandr Lyubin, *1981) führt Aktionen wie Straßenbahn, Haltestelle, Brücke (2005) durch, bei der eine schwarz eingeschnürte, rätselhafte Gestalt an öffentlichen Orten auftaucht und die Passanten irritiert. Für das Projekt Jasnoe (2006) arbeiteten die Künstler mit Kindern zusammen, um Geschichte und Zukunft der schrumpfenden Stadt Jasnoe zu thematisieren. Auch in dem Projekt Fröhlich und Schrecklich (2008-2009) geht es um die Poetik aussterbender Orte und Traditionen.
Die Gruppe San Donato (Oleg Bljabljas, Evgeny Umansky, Aleksej Chebykin, Irina Chesnokova) ist nach Anatol Demidov di San Donato (1813-1870), Besitzer eines Bergbau- und Stahlimperiums im Ural und Förderer von Wissenschaft und Kunst benannt, der sich den Titel „Prinz von San Donato“ als Botschafter in Italien kaufte und später im Kaukasus eine Stadt mit dem Namen gründete. Die Gruppe realisiert humorvolle Projekte, die Machtstrukturen von Oligarchien und Konzernen kritisch untersuchen.
Zur Eröffnung der Ausstellung gestalten Danil Akimov und Oleg Blyablyas unter dem Titel Alice in Amberland einen pseudo-dokumentarischen Life Akt, eine audio-visuelle Collage mit Musik- und Textmaterial aus dem „Goldenen Zeitalter“ und der sowjetischen utopischen Ära der Region Königsberg-Kaliningrad, verknüpft mit aktuellen Einschüben und Assoziationen der Gegenwart.
Eine Ausstellung von uqbar
Das Projekt wird unterstützt von
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Am 29. 10. 2010 eröffnet die Ausstellung Libretto der Künstlerin Bettina Cohnen

“Und was sie ist, das wage sie zu scheinen!”-damit fordert Maria Stuart in Schillers Drama ihre Gegenspielerin Königin Elisabeth auf, alles “Gaukelspiel” zu beenden und endlich ihrem Volk ihre wahre Identität zu enthüllen. Das Streben nach dieser wahren Identität-oder besser: die Untersuchung, ob diese nicht doch nur Lug und Trug sein kann – steht im Mittelpunkt der fotografischen Arbeiten von Bettina Cohnen. Oft unter Einbeziehung der eigenen Person, die als Protagonistin und Modell in den Arbeiten auftritt, entwirft sie fotografische Szenenfolgen, in denen der Prozess der Ich-Werdung als fragile Konstruktion zwischen Fremdbestimmung und Erfindung kenntlich wird. So auch in der Fotoserie Nebenschauplätze, die die Künstlerin im Jahre 2006 begonnen hat und die nun im Mittelpunkt der Ausstellung LIBRETTO steht. In den Bildsequenzen dieser Arbeit spielt die Künstlerin mit verschiedenen weiblichen Maskeraden und Frauenbildern. Die Fotografien, die oftmals auch kunsthistorische Referenzen zitieren, wirken wie Stills aus filmischen Narrationen.
Bei diesen Inszenierungen schwingt dabei immer der Versuch mit, durch das empathische Begreifen Rollenbilder als konstruierte Identitätshauptung zu entlarven.

Diese Ausstellung findet im Rahmen des
Europäischen Monats der Fotografie Berlin 2010 statt.
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„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, das wusste schon Aristoteles und Hildegard Projekt stellt dies konsequent unter Beweis: Neun bildende KünstlerInnen komponieren aus eigenen Werken gemeinsam einen neuen mehrdimensionalen Bildraum, der die breite Palette des Spannungsfeldes zeitgenössischer Plastik aufblättert: Objekt, Skulptur, Installation, Licht und Zeichnung.

Beteiligte Künstler:
Gabriele Regiert, Hildegard Skowasch, Maik Scheermann, Tuomo Kangasmaa,
Minna Kangasmaa, Petra Tödter, Renate Neuser, susannebritz, Annette Kuhl
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Am 25. 9. 2009 eröffnet die Ausstellung Die tote Stadt der Künstlerin Sonja Blattner 
Im Moloch der Meditation . Stadt pulsiert, lebt, unaufhörlich, ununterbrochen. Wie kann ein solcher Ort zum Mittelpunkt der Meditation, des Innehaltens werden, eine „Kirche des Gewesenen“ gar? Im Kronenboden gibt die Künstlerin Sonja Blattner ab Ende September mit ihren Skulpturen und Gemälden in einer neuen Ausstellung Antworten darauf. Erinnerungen an Korngolds „Die tote Stadt“ sind erwünscht. „Die tote Stadt“, von Erich Wolfgang Korngold komponierte und 1920 in Hamburg und Köln uraufgeführte Oper erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich nach dem Tod seiner Frau in ein Zimmer in Brügge – die „Kirche des Gewesenen“ – zurückzieht, um sich der Trauer hinzugeben. In seinem Rückzug, seiner Meditation, seinem Innehalten erscheint eine andere Frau, die ihm seine wahre Liebe abverlangt. Das endet mit dem Tod der Frau und dem Abschied des Protagonisten von der Stadt. Rückzug, Flucht aus dem Moloch als Lösung? Sonja Blattner bezieht einen anderen Standpunkt. Aus ihrer Sicht ist gerade die Stadt mit ihren dunklen Straßenzügen der Rückzugspunkt, um zur Ruhe zu kommen, einen Ru-hepunkt zu finden. In der ganzen Zerrissenheit, im Auseinanderfallen, ist nicht die Abkehr von der Stadt die rechte Lösung, sondern das sich Einlassen, die Hinwendung verspricht die wahre Meditation. Wie viel Farbe verträgt eine solche Betrachtungsweise? Auch darauf hat Blattner eine überraschende Antwort. Sie zitiert Matisse: „Schwarz ist die Farbe des Lichts.“ Schwarz saugt das Licht in sich auf und glänzt und leuchtet so viel mehr als alle anderen Farben. In dieser Welt scheinbarer Widersprüche präsentiert sich das Werk Blattners als Aufbruch in neue Denkweisen – und da findet sie wieder mit Korngold zusammen. Sonja Blattner, geboren 1955 in Konstanz, hat Philologie in Mainz studiert. Nach dem Studium der Malerei an der Hochschule der Künste Berlin wurde sie 1996 zur Meisterschülerin Karl-Heinz Herrfurths ernannt. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Text: Michael S. Zerban 
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Am 24. 4. 2009 eröffnet Kronenboden im Rahmen eines Istanbul – Berlin Ausstausches die Ausstellung Roommmates der Künstler Selim Eyüboglu und Sevgi Ortaç.
Roommates is about the ordinary lives of two women, sharing the same apartment. The project renders a series of photographs that gather together the recollections of a personal experience, which is perpetually revised, and a cinematic re-imagination of life as two incongruous narratives. Cinematic re-imagination here implies the archetypal, thrilling and glamorized narration of mainstream cinema that appeals to our collective memory of outstanding scenes. Roommates, thereby draws upon cinematic icons of proximity, intimacy, desire, and hatred. Roommates intermingles the taken-for-granted realism of photography and the make-believe realism of cinema. The viewer enters the image, knowing the roommates are constructed through cinematic frames, which imply greater narratives, but draw upon “real” experiences of the tensions arising from those living in close quarters. To represent the continuation of such apprehension in photographs, each still is composed like a cinematic frame, emulating its partiality, its emphasis on the off-screen space and the impelling postures of the characters. Thus, for example, to lay emphasis on the roommates’ lives in flux, the photographs accentuate the prior or the succeeding instances of daily occurrences. However, the cinema’s capacity for dramatization is still needed to emotively express their inner violence underneath those inconsequential moments. In their ostensibly “real” world, the roommates are unable to express their conflict without the iconic makeup of narrative cinema, provided in the “imaginative” world of the screen. 

(Schauspielerin: Evrim Kaya)

Vielen Dank der Firma Mono-C GmbH für die freundliche
Unterstützung im Berlin/Istanbul Künstleraustausch Projekt.
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Kronenboden zeigt in Zusammenarbeit mit Galerie Degenhartt
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Dieter Heitkamp in Fotografien von Udo Hesse

Dieter Heitkamp, geboren 1957, studierte Sport und Biologie an der FU und Bildende Kunst an der HdK Berlin. Seit ihrer Gründung 1978 arbeitete er an der Tanzfabrik Berlin, einem der wichtigsten Zentren für die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland und war bis 1995 einer ihrer künstlerischen Leiter. Neben zahlreichen Choreographien, die zwischen 1981 und 1998 entstanden sind und in ganz Europa und weit darüber hinaus zu sehen waren, engagierte er sich auch für die Fort- und Weiterbildung von Tänzern, war an der Organisation von Festivals beteiligt und im Vorstand des Deutschen Forums für zeitgenössischen Tanz tätig. Seit 1998 lebt und arbeitet er hauptsächlich in Frankfurt am Main, erhielt 2001 den Ruf als Professor für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, ist Direktor des Ausbildungsbereiches Zeitgenössischer und Klassischer Tanz und war drei Jahre lang Dekan des Fachbereiches Darstellende Kunst. Seit 2006 gehört er zum Leitungsteam Tanzlabor_21 – Ein Projekt von Tanzplan Deutschland 
DieFotografien von Udo Hesse zeigen inszenierte Porträts, aber auch Performance- und Probenfotos sowie private Aufnahmen von Dieter Heitkamp. Die Ausstellung ist nicht im Sinne einer Dokumentation über die Arbeit und das Werk des Dieter Heitkamp zu lesen. Vielmehr ist es eine fotografische Recherche, in der es um Wandlung geht, um die Verbindung von Leben und Kunst, um Performance im Alltäglichen und nicht zuletzt um die Beziehung zwischen der Person, die auf den Fotos zu sehen ist und der, die nicht zu sehen ist, dem Fotografen. Die Fotos und das Buch sind das Ergebnis einer über 25jährigen Freundschaft und Zusammenarbeit. Eine fotografische Langzeitbetrachtung, in der auch die Entwicklung von Modell und Fotograf spürbar wird. 

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Die Ausstellung “CELAN” gibt anhand von Fotos und Modell einen Einblick des Musiktheaters in sieben Entwürfen von Peter Ruzicka und Peter Mussbach in der Inszenierung von GOTTFRIED PILZ am Staatstheater Mainz 2003
Am Tag der Eröffnung fand eine Lesung des Schauspielers Burkhard Heyl mit Texten von Paul Celan statt.




“Der Dichter Paul Celan, 1920 in Czernowitz geboren, überlebte den Holocaust im Gegensatz zu seinen Eltern, zerbrach – wie viele seiner Generation – am Überleben und setzte 1970 seinem Leben ein freiwilliges Ende. Die Oper von Peter Ruzicka mit dem Libretto von Peter Mussbach zeigt uns in sieben Entwürfen die Gegenwärtigkeit der Vergangenheit und die zunehmende Verrückung durch die Überwältigung einer Vergangenheit, die unbewältigt bleiben wird. Die zunehmende Verletzlichkeit des Dichters Celan – er fühlt sich schuldig am Tode seiner Eltern – erfährt in diesem Plagiatsprozess, iniziiert von Claire Goll, der Witwe des Dichters Ivan Goll, einen Kulminationspunkt, an dem er zu zerbrechen beginnt. Die Dichtung als eine mögliche Bewältigung des Lebens nach 1945 wird dadurch empfindlich gestört. War es doch Celan, der durch seine „Todesfuge“ die Lyrik nach 1945 wieder möglich machte, eröffnete, nachdem ein Gedicht nach dem Holocaust nicht mehr möglich schien. Diese Türe galt es für ihn selbst wieder erneut zu öffnen: Was dem Dichter gelang, zerbrach den Menschen Celan. Die gespaltene Zeit und Kultur – wir können sie vielleicht auch zerstört nennen – nach 1945 manifestiert sich in „Celan“ in tragischster Weise und Konsequenz in seinem Freitod. Die Oper läßt uns teilnehmen an seinem Schicksal und bewußt werden, daß die Wunde des Holocaust nicht zu heilen (schließen?) ist. Sie wirft die Frage der Vergangenheit in die Gegenwart: Wie ist die Verwirrung zu erkennen, wie zu vermeiden in einer Zukunft, deren jüngere Vergangenheit für immer unbewältigt bleiben wird?” Gottfried Pilz
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Camera Obscura Fotografien von Karen Stuke

Berlin Friedrichshain, 2001
Karen Stukes Fotografien geben vielfachen Assoziationen Raum. Da ist zuerst das Licht. Es lässt Szenarien erkennen, die sich im Dunkeln ereignen. Fotografien sind Lichtbilder. Licht ist die Essenz der Fotografie, ihr eigentliches Medium. Für Stuke ist es aber nicht nur das, sondern auch ihr Gegenstand. Dann sind ihre Fotografien vom Raum bestimmt. Sie nehmen Räume auf und sie entstehen in ihnen. Ein dritter Faktor, durch den ihre Bilder geprägt sind, ist die Bewegung. Sie erscheint flüchtig und wird nicht wie in der Momentfotografie in einem „entscheidenden Augenblick“ erfasst, sondern ganzheitlich, mit zeitlicher Dauer. Es vergehen Stunden, während derer die Camera obscura die Eindrücke der Dunkelheit nach und nach sammelt und speichert. Erst gegen Morgen wird ihr intimer Blick beendet, der Tag beginnt. Zurück bleiben langsame, friedliche Bilder auf der Grenze zwischen Nähe und Distanz, zwischen Tag und Traum.(Gottfried Jäger aus dem Buch: “Die Trilogie der schönen Zeit, oder: Warten macht mir nichts aus!”)

Mira, Italien 2006

Labatut, Frankreich 2005
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Diese Ausstellung findet im Rahmen des „Europäischen Monats der Fotografie Berlin 2008“ statt.
Infoline: 030 / 24749 888
Mit freundlicher Unterstützung von ef.fusion e.V.
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Ausstellung über eine Uraufführung
Ausstattung von Karen H. Fries Inszenierung von Peter Hanslick im Theater Görlitz

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Bühnenbilder von Gottfried Pilz, Camera Obscura Aufnahmen von Karen Stuke

Hoffmanns Erzählungen Bühnen der Stadt Köln 1998
Regie: Günter Krämer, Bühne und Kostüme: Gottfried Pilz
Karen Stuke will das ‚andere’, das absolute Theaterfoto machen. Das Bild, das alles in sich vereint, die ganze Szene, den ganzen Akt, das ganze Programm. So kam sie fast zwangsläufig zu dem anachronistisch langsamen Instrument, der Camera Obscura, das dies ermöglicht. Dass die daraus entstandenen Bilder ‚anders’ sind, ist unabweisbar. Ob sie angemessen und ‚richtig’ sind, ist unbeweisbar. Sie sind der sichtbare Ausdruck eines tiefen Wunsches, der fantastischen Welt des Theaters ein fantastisches Bild der Fotografie entgegenzusetzen. Ihre Inszenierung ist eine doppelt und dreifache. Auf die Inszenierung der Bühne reagiert sie mit der Inszenierung der Kamera, der die Inszenierung des Bildes in bühnenähnlichen Kästen folgt. Ein eigenes Bildsystem entsteht. (Gottfried Jäger aus dem Buch: “Die Trilogie der schönen Zeit, oder: Warten macht mir nichts aus!”)

Clara Opéra Comique Paris 1998
Regie: Günter Krämer, Bühne: Gottfried Pilz

Der König Kandaules Bühnen der Stadt Köln 1999
Regie: Günter Krämer, Bühne: Gottfried Pilz

La Juive Wiener Staatsoper 1999
Regie: Günter Krämer, Bühne: Gottfried Pilz

Amahl und die nächtlichen Besucher Deutsche Oper Berlin 2001
Regie: Götz Friedrich, Bühne: Gottfried Pilz

Celan Staatstheater Mainz 2003
Regie, Bühne und Kostüme: Gottfried Pilz




























